{"id":1937,"date":"2022-09-09T15:59:55","date_gmt":"2022-09-09T13:59:55","guid":{"rendered":"https:\/\/bufak.uni-goettingen.de\/?p=1937"},"modified":"2022-09-09T15:59:56","modified_gmt":"2022-09-09T13:59:56","slug":"positionspapier-open-access","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bufak.uni-goettingen.de\/index.php\/2022\/09\/09\/positionspapier-open-access\/","title":{"rendered":"Positionspapier: Open Access"},"content":{"rendered":"\n<p>Positionspapier der Bundesfachschaftenkonferenz der Wirtschaftswissenschaften www.bufak-wiwi.org<\/p>\n\n\n\n<p>Open Access<\/p>\n\n\n\n<p>Die BuFaK WiWi fordert den Ausbau und die F\u00f6rderung des freien Zugangs zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem kulturellen Erbe nach dem Prinzip des Open Access. Dabei unterst\u00fctzt die BuFaK WiWi ausdr\u00fccklich die Berliner Erkl\u00e4rung aus dem Jahr 2003 [1] und fordert alle Hochschulen auf diese zu unterzeichnen sowie ihre Wissenschaftler:innen bei der Open-Access-Publikation zu unterst\u00fctzen. [2] \u00d6ffentlich finanzierte Forschung muss der \u00d6ffentlichkeit auch kostenfrei zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Die historisch gewachsene Verlagsstruktur, die Publikationen in Form von kostenpflichtigen Print-Publikationen ver\u00f6ffentlichte, ist \u00fcberholt. Im digitalen Zeitalter m\u00fcssen die kosteng\u00fcnstigen M\u00f6glichkeiten des Internets zur Ver\u00f6ffentlichung wissenschaftlicher Werke genutzt werden. Die digitale Publikation bietet neben der kosteng\u00fcnstigen Bereitstellung neue Wege der Auswertung, Recherche, Weiterbearbeitung und Zitation. Dies sind klare Vorteile f\u00fcr Studierende und Forschende, die derzeit \u00fcber Bibliotheken nur eingeschr\u00e4nkte Zug\u00e4nge zum aktuellen Stand der Forschung haben. Als zentrale Aufgabe klassischer Verlage wird neben Druck und Vermarktung auch die Sicherstellung der Qualit\u00e4t der wissenschaftlichen Publikation gesehen. Um diese zu gew\u00e4hrleisten werden h\u00e4ufig sogenannte Peer Reviews durch unabh\u00e4ngige Gutachter eingesetzt, welche Methode, Validit\u00e4t, Originalit\u00e4t, Signifikanz und Plausibilit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcfen \u2013 d.h. letztlich nicht, dass die \u00fcberpr\u00fcfte Arbeit frei von Fehlern ist. In letzter Zeit ist die Zahl der Gutachten massiv gestiegen, die Zahl der Gutachter:innen jedoch nicht. Vor dem Hintergrund, dass Gutachten in der Regel kostenlos erstellt werden, ist dies besonders problematisch. [3] Neuere Qualit\u00e4tssicherungsmethoden wie Open Peer Reviews oder Post Publication Peer Reviews stecken nach wie vor in den Kinderschuhen, m\u00fcssen aber st\u00e4rker und insbesondere finanziell gef\u00f6rdert werden. Dabei muss ebenso die Entwicklung neuer Evaluationsmethoden, die insbesondere f\u00fcr Open-Access-Publikationen geeignet sind, vorangetrieben werden. In einer Welt des Open Access kommt Bibliotheken eine neue Funktion hinzu. Erscheint die eigentliche Aufgabe der Bereitstellung von Wissensressourcen in dieser Welt \u00fcberfl\u00fcssig, wird die bereits vorhandene Aufgabe der Qualit\u00e4tssicherung nun jedoch st\u00e4rker in den Mittelpunkt gestellt. Durch die kriterienbehaftete Auswahl von bestimmten B\u00fcchern und Zeitschriften haben Bibliotheken nichts anderes als nutzerorientierte Qualit\u00e4tssicherung betrieben. Diese Rolle muss zus\u00e4tzlich gest\u00e4rkt und unterst\u00fctzt werden. Im Weiteren m\u00fcssen Bibliotheken den Umgang mit kostenpflichtigen elektronischen Verlagsangeboten \u00fcberdenken, da h\u00e4ufig im Gegensatz zu PrintAusgaben nur zeitlich begrenzte Nutzungsrechte eingekauft werden, die beim Auslaufen von Vertr\u00e4gen verfallen. Sehr zu begr\u00fc\u00dfen ist, dass aus \u00f6ffentlichen Drittmitteln finanzierte Forschungsprojekte (bspw. von der Deutsche Forschungsgemeinschaft \u2013 DFG) bereits heute unter Open Access ver\u00f6ffentlicht werden sollen. Dies muss durch zus\u00e4tzliche dauerhafte Finanzierungen f\u00fcr Publikationsgeb\u00fchren und Verpflichtungen \u00fcber Zielvereinbarungen zus\u00e4tzlich vorangetrieben werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Quellen: <\/p>\n\n\n\n<p>[1] Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities<\/p>\n\n\n\n<p>[2] Unterzeichner der Berliner Erkl\u00e4rung <\/p>\n\n\n\n<p>[3] Martin Spiewak: Nichts als Gutachten im Kopf in DIE ZEIT, Nr. 32, 28.7.2016 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Positionspapier der Bundesfachschaftenkonferenz der Wirtschaftswissenschaften www.bufak-wiwi.org Open Access Die BuFaK WiWi fordert den Ausbau und die F\u00f6rderung des freien Zugangs zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem kulturellen Erbe nach dem Prinzip des Open Access. 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